
Interview: Piero Pellegrino – 15 Jahre Lobos Informatik AG
Firmenjubiläum, Mitarbeiterzufriedenheit

Lieber Piero, herzliche Gratulation zu 15 Jahre Lobos – wie hast du bei uns gestartet?
Danke – Wenn ich auf meine 15 Jahre bei Lobos zurückblicke, fühlt es sich erstaunlich kurz an – fast so, als hätte ich gerade erst angefangen. Die Zeit ist unglaublich schnell vergangen, besonders weil sich die Technologie rasant weiterentwickelt hat. Ich bin über einen Personalvermittler zu Lobos gekommen – wir waren bereits damals ein kleines, dynamisches Team. Ich habe mich von Anfang an wohl gefühlt.
Was war der Moment, der dir hier am meisten Freude bereitet hat?
Meine Arbeit ist sehr abwechslungsreich. Ich komme mit unterschiedlichsten Technologien in Kontakt und arbeite mit verschiedensten Kunden zusammen. Besonders gefreut hat mich, dass ich schon sehr früh im Bereich E-Business arbeiten konnte
Wie hat sich deine Rolle in den letzten 15 Jahren verändert?
Meine grundlegende Rolle ist gleich geblieben. Ich arbeite weiterhin im Bereich E-Business und in der enventa-Entwicklung. Gleichzeitig hat es aber auch einige Veränderungen geben. Zum einen konnte ich mich stark weiterentwickeln. Neue Technologien, bessere Tools und eine zunehmende Professionalisierung prägen meinen Arbeitsalltag. Auch die Unternehmenskultur hat sich gewandelt – von einer eher formellen Struktur hin zu einem offenen und unkomplizierten Umgang miteinander. Heute ist alles viel niederschwelliger, die Kommunikation ist direkter und agiler geworden.
Welche Veränderungen oder Trends haben deiner Meinung nach den grössten Einfluss auf die Webshop-Entwicklung in den letzten 15 Jahren gehabt?
In den letzten 15 Jahren hat sich die Webshop-Landschaft stark verändert. Anfangs gab es nur wenige Frameworks – heute braucht es gezielte Analysen, um die beste Lösung zu finden. Webshops sind nicht mehr nur ein Zusatzangebot, sondern ein essenzieller Vertriebskanal und das digitale Schaufenster eines Unternehmens. Kunden haben erkannt, dass eine professionelle E-Commerce-Lösung entscheidend für ihren Erfolg ist.
Gibt es ein bestimmtes Projekt, auf welches du besonders stolz bist? Wie hast du da die Herausforderungen gemeistert?
Ein Kunde gelangte an uns mit dem Wunsch nach der Facettensuche, die es so nur bei einem grossen, renommierten Händler gab. Ich hatte zwei Wochen Zeit die Funktion dem Kunden zur Verfügung zu stellen. Es war eine echte Herausforderung in Bezug auf die Softwarearchitektur aber auch ein wichtiger Meilenstein für die Weiterentwicklung unserer neuen e-business Lösung.
Generell ist es für mich immer spannend, neue Technologien und Tools auszuprobieren. Als Entwickler freut man sich besonders über innovative Projekte, bei denen man kreativ sein kann.
Wie empfindest du die Zusammenarbeit im Team?
Die Zusammenarbeit im Team ist sehr gut. Wir tauschen uns täglich in kurzen Dailys aus, arbeiten gemeinsam an spannenden Projekten und unterstützen uns gegenseitig. Im Büro herrscht eine offene und lockere Atmosphäre – hier wird nicht nur konzentriert gearbeitet, sondern auch zusammen gelacht.
In den letzten Jahren hat sich auch der Austausch mit unseren Kunden verändert. Durch eine stärkere Einbindung der Kunden in den Prozess können wir effizient und praxisnah kommunizieren. Das Schönste daran? Wenn der Kunde sich genauso über das Ergebnis freut wie wir!
Wie hat sich die Zusammenarbeit über die Jahre geändert?
Eine grosse Veränderung war die zunehmende Möglichkeit, aus dem Home-Office zu arbeiten. Das ist eine tolle Option, auch wenn der soziale Austausch im Büro – wie Kaffeegespräche oder Tischfussballrunden – dadurch manchmal zu kurz kommt. Die Mischung aus Remote- und Büroarbeit finde ich ideal.
Was macht deiner Meinung nach einen erfolgreichen Webshop aus?
Ein Webshop muss intuitiv bedienbar sein. Der Endkunde soll sich sofort zurechtfinden. Gleichzeitig ist es wichtig, dass eine e-Commerce-Lösung flexibel genug ist, um kontinuierlich an die Bedürfnisse der Kunden angepasst zu werden. Wir als Dienstleister sehen uns da auch in der Verantwortung, dass wir nicht blind Anforderungen umsetzen, sondern immer hinterfragen, ob es eine einfachere, smartere Lösung gibt.
Welches Projekt im Bereich Webshop-Entwicklung hat dir besonders viel Spass gemacht und warum?
Da gibt es ganz viel Projekte. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir die Umsetzung von drei Mandanten für unseren Kunden die Pestalozzi Gruppe – Gabs, Stahltechnik und Haustechnik. Hier konnten wir viele neue Ansätze einbringen und für den Kunden sowie den Kunden unseres Kunden einen Mehrwert generieren.
Wie stellst du sicher, dass die von dir entwickelten Webshops benutzerfreundlich und effizient sind?
Die Code-Qualität hat bei uns einen hohen Stellenwert. Wir arbeiten mit systematischen Code-Reviews nach dem Vier-Augen-Prinzip. Das hat nicht nur die Qualität unserer Webshops enorm verbessert, sondern sorgt auch für einen ständigen Austausch innerhalb des Teams.
Wo siehst du die Zukunft der Webshop-Entwicklung in den nächsten fünf Jahren?
Die Zukunft wird stark durch künstliche Intelligenz geprägt sein. Wir werden zunehmend mit Webshops interagieren können – sei es durch Chat- oder Sprachfunktionen oder personalisierte Produktempfehlungen. Auch die Arbeit von Entwicklern wird sich verändern: Routineaufgaben übernimmt künftig die KI, sodass wir uns auf komplexere Themen konzentrieren können.
Gibt es ein spezifisches Ziel oder eine Technologie, mit der du in Zukunft noch intensiver arbeiten möchtest?
Ich möchte weiterhin mit KI arbeiten und tiefer in dieses Thema eintauchen. Die ständige Weiterentwicklung von Tools und Technologien ist extrem spannend. Ich freue mich darauf, die Zukunft aktiv mitzugestalten.
Wo siehst du dich in den nächsten 15 Jahren?
Ich sehe mich auch in 15 Jahren noch als Entwickler, denn ich liebe meine Arbeit. Der technologische Fortschritt fasziniert mich und ich möchte weiterhin neue Tools und Möglichkeiten entdecken sowie spannende Projekte umsetzen. Ich bringe mir vieles selbst bei – es gibt so viele Plattformen, um Neues kennenzulernen und auszuprobieren. Neugier ist für mich essenziell, und ich will sie unbedingt behalten.“
Welche Tipps würdest du jungen Softwareentwicklern geben, die gerade erst anfangen?
Bleibt neugierig und flexibel! Technologie entwickelt sich rasant – was heute gut ist, kann morgen schon veraltet sein. Hinterfragt Anforderungen kritisch und sucht immer nach der besten Lösung. Wer bereit ist, sich ständig weiterzuentwickeln, wird in der IT-Welt erfolgreich sein.
Piero Pellegrino und Tanja Berger, Dübendorf im Februar 2025